Qigong 
 



Qigong bedeutet “Energetische Übung ” oder auch “Übung für den Lebensatem”. Körperliche Übungen also, in deren Zentrum das Anregen und Regulieren des Energieflußes steht. In einfach zu erlernenden Bewegungen dehnt man den Körper sanft und entspannt dabei Muskulatur und Gewebe, genau wie beim Tai Chi Chuan.

Die Übungen wirken kräftigend und gleichzeitig entspannend, sie fördern innere Ruhe und Gelassenheit. Durch die tiefe Atmung werden die Organe mit mehr Sauerstoff versorgt, der Körper wird von innen sanft massiert, das Lymphsystem aktiviert, das Immunsystem und die inneren Kräfte werden dabei angeregt. 

Die Acht-Brokate-Qigong, die 12 daoistische Übungen und die 18 Übungen in Harmonie (Shi Ba Shi) sind Bestandteil der wöchentlichen Tai Chi-Kurse und werden darüber hinaus auch an Wochenenden unterrichtet.

 

Beschreibung der Qigong-Übungsreihen


Acht-Brokate-Qigong

Eine der bekanntesten Übungsreihen des klassischen Qigong ist die Reihe der sogenannten Acht Brokate (chin. Ba Duan Jin). Die acht edlen Übungen regulieren alle Hauptenergieleitbahnen und fördern innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Die Atmung wird ruhig und tief, Schultern und Nacken entspannen und können gestautes Qi in die Mitte freigeben. Die Bezeichnung "Brokat-Qigong" soll den hohen gesundheitsfördernden und energetisierenden Wert der Übungen ausdrücken: wie kostbarster Brokatstoff, der früher nur den Königen und Adligen vorbehalten war, ist auch dieses Qigong von höchster Reinheit und außergewöhnlichem Wert. Manche Überlieferung zur Entstehung der Acht Brokate spricht gar von der Gnade der Götter, die den Menschen diese Übungen einst zur Erhaltung der Gesundheit und geistiger Klarheit gaben...

Shibashi (18 Übungen in Harmonie)

Die 18 Übungen in Harmonie stellen eine Kombination von Tai Chi-Bewegungen und Qigong-Atemübungen dar. Sie harmonisieren den Qi-Fluss im Körper, beruhigen und entspannen den Geist, nähren die Zellen mit frischer Energie und stärken Gelenke, Muskeln und Organe. Shi Ba Shi-Qigong sind komplexer und anspruchsvoller als die Acht Brokate, was Koordination, Körperbeherrschung und Atemfluß betrifft. Alle 18 Übungen werden als Sequenz mit fließenden Übergängen hintereinander geübt, daher wird die Reihe gerne auch als Tai Chi-Qigong bezeichnet.

12 daoistische Übungen

Dynamisch und erfrischend sind die 12 daoistischen Entspannungsübungen, die den Körper kräftigen und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich lösen.

Dayan-Qigong

Einzigartig ist das Dayan (Wildgoose)-Qigong, das in der Kunlun-Schule des Taoismus vor rund 1000 Jahren entwickelt wurde. 
Seine vielfältigen Bewegungen, die sowohl an der außergewöhnlich starken Energie dieses Vogels als auch an seiner Schönheit orientiert sind, gliedern sich in zwei 64-teilige Sequenzen.

Dayan-Qigong ist ein umfassendes Bewegungssystem, das sich durch hohe Dynamik und Konzentration auszeichnet, aber auch eine gewisse Herausforderung an Koordination und Körpergefühl beinhaltet. Schritte und großzügige Bewegungen wechseln mit ruhigen und intensiven Passagen – all das macht Dayan-Qigong zu einer sehr wertvollen Übungsform. 

Durch spezielle Techniken wird negatives Qi ausgeleitet und positives aufgenommen sowie einzelne Meridiane und Akupunkturpunkte angeregt. Dies stimuliert die inneren Organe, stärkt den Körper und führt zu geistiger Klarheit.

Qigong-Stehen (Zhan Zhuang)

Die Standpositionen haben alle ein Prinzip gemeinsam: die aufrechte Wirbelsäule, klare innere Statik, Enstpannung, innere Ruhe und Gelassenheit. Qigong-Stehen vermittelt Stabilität, Erdung und Bodenhaftung. Doch auch wenn man "wie ein Fels steht", ist Qigong-Stehen nicht nur statisch. Stabil und doch leicht "wie ein Bambus im Wind", heisst es in den klassischen Schriften. Die Beine werden gestärkt, aber auch der Motorkortex im Gehirn angeregt und so die gesamte Motorik trainiert.

Wir freuen uns auf Sie!

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